Zu Hoppel kamen Christine und Jens wie die Jungfrau zum Kinde. Die Familie, die die Urlaubspflege für uns Haustiere übernahm, hatte gerade ein kleines Kaninchen für die Kinder angeschafft (nachdem ein Hamster nach der Urlaubspflege unseres Kasis nicht mehr in Frage kam :-)). Dieses Kaninchen präsentierten die Kiddies den beiden natürlich stolz, und ihre Mutter fragte dann, mehr im Spaß, ob ein Kaninchen denn nichts für unsere beiden Menschen wäre. Christine war von der Idee gleich begeistert, nur Jens sträubte sich beharrlich gegen einen Hasen, der würde zuviel Platz brauchen, überall hinpinkeln und kürteln etc etc.
Nachdem Christine lange genug gequengelt hatte, gab Jens aber schließlich nach und kurze Zeit später holten die 2 in einem kleinen Pappkarton ihren neuen Mitbewohner ab. Es sollte ein Männchen sein, und Christine hatte sich den Namen Hoppel gewünscht. Zuhause wurde das kleine Fellbündel in seinen großen Käfig umgeladen und eroberte sich nach und nach sein neues Revier.
Im Alter von ca. 4 Monaten wurde der kleine Hase ein wenig zickig, und so meldete Christine ihn zur Kastration beim besten Tierarzt der Welt an, in der Kleintierklinik am Mühlburger Tor. Am Tag des großen Schnipp-Schnapps brachte Christine den guten Hoppel zum Tierarzt und beharrte darauf, daß der TA nochmal nachschauen sollte, ob Hoppel denn auch wirklich schon alt genug für einen Kastration sei. Der TA schaute mit geübtem Blick nach und rief dann laut durch die ganze Praxis:" Kastration eines Zwergkaninchens wird abgesagt!!", und dann sagte er zu Christine, daß es nichts zu Kastrieren gäbe, da DER Hoppel wohl eher eine DIE Hoppel sei...... Nachdem sich Christine in Grund und Boden geschämt hatte, traten Mensch und Hase den Weg nach Hause an.
Leider musste Hoppel noch oft zur Kleintierklinik , denn er litt auch noch an Kokzidien, dann an einer Augenentzündung und später an einer Art "Eiterbeulen", die sich durch die Schutzimpfungen gebildet hatten. Alle drei Krankheiten konnten aber gut geheilt werden. An einem Abend im August brach sich Hoppel dann leider sein rechtes Vorderbein (wie das passieren konnte, ist Jens und Christine noch heute ein Rätsel) so nah an der Schulter, daß ein Schienen des Beines nicht möglich gewesen wäre. Man hätte in einer OP versuchen können, das Beinchen zu nageln, aber der TA sagte, daß bei so dünnen Knochen die Chancen sehr gering wären und man den Leidensweg des Tieres eventuell nur verlängern würde, und so beschlossen Jens und Christine schweren Herzens und unter vielen Tränen, die kleine Hoppel einschläfern zu lassen. Heute befindet sie sich mit all den anderen ehemaligen Tieren der beiden auf der Regenbogenbrücke.